Autofahrer bilden für ein Feuerwehrfahrzeug im Stau eine Rettungsgasse. (Foto: Imago/Jürgen Schwarz)

Aktion zu Rettungsgassen

Dieter Schmitt / Onlinefassung: Markus Person   17.07.2018 | 11:08 Uhr

Auf den saarländischen Autobahnen werden die Autofahrer künftig mit Brückenbannern auf die Bildung einer Rettungsgasse bei Unfällen hingewiesen. Das Verkehrsministerium will damit auf die Wichtigkeit der richtigen Rettungsgassenbildung aufmerksam machen.

Elf Standorte hat das Ministerium für die Banner ausgewählt, einer davon ist die Bismarckbrücke in Saarbrücken. Dort wird Verkehrsministerin Anke Rehlinger das Motiv der Banner offiziell vorstellen. Die Hinweisschilder werden künftig unter anderem auf der A1 an der Illtalbrücke, auf der A8 zwischen Schwemlingen und Wellingen oder auf der A6 zwischen Fechingen und St. Ingbert angebracht. Alle diese Autobahnabschnitte gelten als staugefährdet oder sind derzeit durch Baumaßnahmen beeinträchtigt.

Video [aktueller bericht, 17.07.2018, Länge: 2:21 Min.]
Aktion „Rettungsgasse rettet Leben“

Die Banner werden vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat der Landesregierung kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei den Brückenbannern handelt es sich um eine Folgeaktion der Initiative „Rettungsgasse rettet Leben“.

Rettungsgassenbildung häufig Problem

In der Vergangenheit hatte die saarländische Polizei immer wieder Autofahrer kritisiert, die die Einsatzkräfte bei Unfällen auf Autobahnen behindern. So sei in vielen Fällen keine oder eine falsche Rettungsgasse gebildet worden, Feuerwehr oder Rettungswagen seien dadurch verspätet zu den Unfallorten gelangt. Bei einem Lkw-Brand in Januar dieses Jahres auf der A8 war es den Löschfahrzeugen erst durch eine Polizeieskorte gelungen, den Brandort zu erreichen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.07.2018 berichtet.

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