Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: SR)

Kramp-Karrenbauer will "offene Aussprache"

  21.11.2019 | 20:18 Uhr

Vor dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig hat die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer gegenüber dem SR erneut eigene Fehler eingeräumt. Ihre Kritiker lud sie zu einer konstruktiven Debatte beim anstehenden Parteitag ein.

Sie wünsche sich eine "interessante und offene Aussprache – auch mit Friedrich Merz“, sagte AKK mit Blick auf ihren unterlegenen Konkurrenten um den Parteivorsitz, der bereits eine Rede angekündigt hat. Die Erfüllung ihres Antrittsversprechens, die Partei zu einen, sei ein Prozess, so Kramp-Karrenbauer. Dabei sei man schon "ganz gut unterwegs", sagte sie mit Verweis sie auf die Einigung mit der CSU bei den Themen Migration und Klima.

Kollegengespräch: "Nicht nur Friedrich Merz übt Kritik"
Audio [SR 3, Interview: Michael Friemel, 22.11.2019, Länge: 03:03 Min.]
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Dennoch gebe es noch viele Fragen, die bei der Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm geklärt werden müssten. Sie selbst wolle auf dem Parteitag Position beziehen, welche Politik die CDU machen müsse um „wirklich die starke Mitte in Deutschland zu sein“.

Unterstützung erhält Kramp-Karrenbauer von 34 Delegierte der Saar-CDU, die zum Bundesparteitag nach Leipzig gefahren sind. Die meisten von ihnen geben sich überzeugt: Die Personaldebatten ebben bald wieder ab. Der saarländische Landesverband jedenfalls stehe geschlossen hinter der jetzigen Bundes- und ehemaligen Landeschefin.


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Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 21.11.2019 berichtet.

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