Das Rathaus in Großrosseln (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Müller und Kramp-Karrenbauer wehren sich

  31.01.2019 | 08:18 Uhr

Die ehemaligen Ministerpräsidenten des Saarlandes Peter Müller und Annegret Kramp-Karrenbauer haben Vorwürfe des Großrosselner Bürgermeisters Jörg Dreistadt (SPD) zurückgewiesen. Dreistadt hatte angegeben, die beiden ehemaligen Regierungschefs hätten während ihrer Amtszeit die Gemeinde Großrosseln davon abgehalten, wegen Bergbauschäden Frankreich zu verklagen.

In der Saarbrücker Zeitung bezeichnete Peter Müller die Vorwürfe als absurd. Es haben zwar Treffen gegeben, Empfehlungen zum weiteren Vorgehen der Gemeinde seien aber nicht gemacht worden. Auch die CDU-Parteivorsitzende Kramp-Karrenbauer wies in dem SZ-Artikel die Anschuldigungen zurück. In ihren Aufzeichnungen gebe es keine Hinweise auf ein angeblich offizielles Gespräch mit Dreistadt oder mit Vertretern aus Großrosseln.

Vier Millionen Euro Schaden

Laut Dreistadt geht es um Schäden im Großrosseler Ortsteil Naßweiler aus der Zeit des aktiven Bergbaus in Lothringen vor 2003. Die Rede ist von rund vier Millionen Euro Schäden an öffentlichen Anlagen, wie Kanälen und Straßen. Die staatliche französische Bergbaugesellschaft wollte davon nur einen Teil entschädigen, die Gemeinde bereitete daraufhin eine Klage vor. Zunächst Müller und später Kramp-Karrenbauer hätten den Verantwortlichen jedoch nahegelegt, auf die Klage zu verzichten.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 30.01.2019 berichtet.

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