Symbolbild: Ein Seminarraum mit zahlreichen Computerarbeitsplätzen (Foto: dpa/Andre Klohn)

Recht auf Weiterbildung soll ins Gesetz

Karin Mayer / afp   18.01.2019 | 14:03 Uhr

Laut Studien verändert die Digitalisierung 70 Prozent der Arbeitsplätze in der Region. Die saarländische Arbeitskammer hat sich deshalb erneut für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung ausgesprochen und will das eigene Bildungsangebot ausbauen. Das Thema beschäftigt auch die Bundespolitik.

Noch in diesem Jahr will die Arbeitskammer ein Weiterbildungsportal starten, auf dem Beschäftigte sich über Fördermöglichkeiten und Karrierechancen informieren können. Roman Lutz von der Arbeitskammer sagte, gefordert seien auch die Unternehmen. Weiterbildung sei kein reines Privatvergnügen, auch die Personalabteilungen müssten sich engagieren.

Saarland auf dem letzten Platz

Arbeitskammer fordert Bildungsoffensive
Audio [SR 3, Karin Mayer, 18.01.2019, Länge: 03:10 Min.]
Arbeitskammer fordert Bildungsoffensive

Ein Vorschlag der Arbeitskammer: Das Land soll bei der Vergabe von Fördermitteln für neue Technologien einen Nachweis für Weiterbildung verlangen. Außerdem müsse die Landesregierung deutlich mehr Geld in das Schulsystem investieren und mehr Lehrerstellen schaffen.

Nur durch eine Bildungsoffensive seien die enormen Herausforderungen zu meistern, vor denen das Saarland stehe, so der Vorstandsvorsitzende der Kammer, Jörg Caspar. Im vergangenen Jahr lag das Saarland bei der Weiterbildung auf dem letzten Platz der Bundesländer.

Heil kündigt Reformvorschläge an

Auch Bundeswirtschaftsminister Hubertus Heil (SPD) will einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung im Gesetz verankern. Bis zum Herbst will er Vorschläge für eine Sozialstaatsreform vorlegen, die auch einen höheren Mindestlohn beinhalten sollen, kündigte Heil am Freitag auf Zeit Online an.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 18.01.2019 berichtet.

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