Wahlplakat der Partei AfD Alternative für Deutschland (Foto: picture alliance / Ostalb Network | Marius Bulling)

AfD tritt offenbar ohne Landesliste an

Janek Böffel / Onlinefassung: Sandra Schick   21.01.2022 | 10:22 Uhr

Die AfD im Saarland muss wahrscheinlich ohne Landesliste bei der Landtagswahl antreten. Eine bereits abgegebene Liste wurde wieder zurückgezogen. Allerdings wäre in dem Fall die Partei trotzdem wählbar im Saarland.

Die AfD im Saarland muss wahrscheinlich ohne Landesliste bei der Landtagswahl antreten. Denn Anfang der Woche hat offenbar ein Parteimitglied die bei der Landeswahlleitung abgegebene Liste wieder zurückgezogen.

Hintergrund ist offenbar erneut der Konflikt innerhalb der Partei. Nach SR-Informationen wollten parteiinterne Gegner damit verhindern, dass Generalsekretär Kai Melling, Spitzenkandidat auf der Landesliste, in den Landtag einzieht.

Landeschef Christian Wirth sprach von einer Katastrophe. Er sei mehr als irritiert über das Vorgehen, die Angelegenheit werde Konsequenzen haben. 

AfD wäre trotzdem wählbar

Allerdings könnte die AfD trotzdem in allen Wahlkreisen gewählt werden: Denn auch ohne Landesliste kann eine Partei nur mit Kreiswahlvorschlägen antreten. Der größte Teil der Plätze im Landtag wird über die Kreislisten besetzt, nämlich 41 Plätze von 51. Der Rest wird über die Landeslisten besetzt.

Zuletzt hatte es aber auch offene Fragen um die Wahlkreisliste Saarbrücken gegeben. Für Saarbrücken liegen derzeit zwei Listen vor, die fristgerecht eingereicht wurden. Am Mittwoch war die Saarbrücker Liste neu gewählt worden, nachdem die ursprüngliche Liste vom Landgericht in Saarbrücken aufgrund von Fehlern bei der Aufstellung für ungültig erklärt worden war.

18 Listen bei Landeswahlleitung eingegangen

Insgesamt sind bis zum gestrigen Stichtag bei der Landeswahlleitung 18 Listen abzüglich der AfD eingegangen. Anfang Februar wird über deren Zulassung entschieden.

Kommentar

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.01.2022.

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