Fähnchen mit dem Logo der AfD liegen auf dem Tisch. (Foto: picture alliance/Daniel Karmann/dpa)

AfD will Beisitzer Lang ausschließen

Janek Böffel / Onlinefassung: Thomas Braun   16.08.2021 | 22:01 Uhr

Der AfD-Landesvorstand hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, beim zuständigen Schiedsgericht den Parteiausschluss von Beisitzer Philipp Lang zu beantragen. Langs eigene Anträge gegen die Parteispitze fanden keine Mehrheit.

Mit dem Beschluss am Montagabend ist der Konflikt im Landesvorstand zumindest nicht offen ausgebrochen. Denn zwei Anträge Langs, ein Parteiausschlussverfahren gegen Landeschef Christian Wirth anzustrengen und Parteivize Lutz Hecker als Leiter der Wahlkampfkommission abzusetzen, wurden gar nicht erst abgestimmt, sondern von der Tagesordnung genommen.

Lang war vor einigen Wochen in die Kritik geraten, weil er am 20. April "Happy Birthday" in eine Chatgruppe gepostet hatte. Der 20. April ist der Geburtstag Hitlers. Lang bestreitet, dass dieser gemeint gewesen sei.

Landesvorsitzender Wirth für den Moment gestärkt

Eigentlich hätte schon vor zwei Wochen über die Ausschlussverfahren abgestimmt werden sollen, die Sitzung musste aber verschoben werden, da eine geheime Abstimmung nicht möglich war. Hatte es damals noch nach einem mindestens knappen Ergebnis ausgesehen, selbst eine Schlappe für Wirth schien nicht ausgeschlossen, geht der Landesvorsitzende für den Moment gestärkt aus dem Konflikt hervor.

Wirth sagte im Anschluss an die Sitzung, dass sich der Landesvorstand nun einig sei, den Bundestagswahlkampf geeint zu bestreiten. Sachverhalte, die in den vergangenen Wochen nach außen gedrungen waren, hätten nicht in der verschärften Version stattgefunden, wie sie dargestellt wurden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 17.08.2021 berichtet.

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