Ein AfD-Mitglied hat das Logo der Partei auf seinem Pullover (Foto: dpa)

Ärger um AfD im Ortsrat von Furpach

Niklas Resch   24.09.2019 | 11:16 Uhr

In der Neunkircher Kommunalpolitik sorgt die AfD mit außergewöhnlichem Verhalten für Ärger. Der Ortsrat von Furpach-Ludwigsthal-Kohlhof ist geschrumpft, weil keiner der gewählten AfD-Vertreter das Mandat antritt.

CDU-Ortsvorsteher Peter Pirrung empfindet nach eigener Aussage das Verhalten der AfD als "eine Frechheit". Mit vier Kandidaten war die AfD im Mai bei der Ortsratswahl angetreten und hatte 7,5 Prozent der Stimmen und damit einen Sitz errungen. Aber: Ein Kandidat nach dem anderen sagte ab. Der AfD-Sitz im Ortsrat bleibt leer.

Video [aktueller bericht, 24.09.2019, Länge: 3:18 Min.]
AfD verzichtet auf Mandat im Ortsrat Furpach-Ludwigsthal-Kohlhof

Drei Kandidaten mit der gleichen Anschrift

AfD-Kandidaten verweigern Mandatsannahme im Furpacher Ortsrat
Audio [SR 3, Niklas Resch, 24.09.2019, Länge: 03:00 Min.]
AfD-Kandidaten verweigern Mandatsannahme im Furpacher Ortsrat

Pikant: Drei der vier Kandidaten sind im Ort gar nicht bekannt – und es gibt eine Verbindung in die AfD-Landtagsfraktion. Die drei waren zum Zeitpunkt der Wahl an einer Anschrift gemeldet, einer kleinen Wohnung in der Furpacher Fußball-Halle. Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft dort ist die Referentin von AfD-Fraktionschef Josef Dörr. Der Verdacht in Furpach: Die AfD-Mitglieder wurden nur zum Schein gemeldet und hatten nie wirklich vor, in der Lokalpolitik aktiv zu werden.

Auf eine SR-Anfrage hat Dörrs Referentin nicht reagiert. Vor Ort treffen wir einen der Kandidaten an. Nach eigener Aussage wohnt er schon länger dort, die beiden anderen hätten nur für einige Monate bei ihm gelebt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.09.2019 berichtet.

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