Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst (Foto: Pixabay)

Änderung bei Sonderimpfungen für Hilfsorganisationen

  14.04.2021 | 18:01 Uhr

Das Saarland muss die geplanten Sonderimpfungen für Freiwillige von Hilfsorganisationen kurzfristig umstellen. Hintergrund ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Hinweis des Herstellers, den Impfstoff nur entsprechend der jeweiligen nationalen Empfehlung zu verwenden.

Der Impfstoffhersteller AstraZeneca habe am Dienstag überraschend einen sogenannten "Rote Hand-Brief" versandt. Demnach solle der Impfstoff nur noch im Einklang mit den offiziellen nationalen Impfempfehlungen verwendet werden, teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. In Deutschland bedeutet das, dass von einem Einsatz bei Menschen unter 60 Jahren abgeraten wird.

"Diese unvorhergesehene Mitteilung des Herstellers durchkreuzt all unsere Überlegungen und Vorbereitungen, allen Mitgliedern der Blaulichtverbände eine frühe Impfung im Saarland zukommen zu lassen. Das bedauern wir sehr", sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Sonderimpfung nur für über 60-Jährige

Wer über 60 Jahre alt ist und Mitglied von Feuerwehr, DRK oder THW ist, kann sich weiterhin ab kommender Woche für einen Sonderimpftermin mit AstraZeneca eintragen. Jüngeren Mitgliedern der Hilfsorganisationen bleibt nur der Weg über die allgemeine Impfliste, die ab Donnerstag aber auch für die Priogruppe 3 geöffnet wird.

Da das Saarland von anderen Herstellern nur ein begrenztes Kontingent an Impfstoffen erhalte, sei es nicht möglich, bei jüngeren Menschen für diese Sonderimpfungen auf andere Vakzine umzusteigen, so das Ministerium.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja