Ein Schild der IG Metall. (Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer)

Saar-Stahlindustrie: IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn

  24.06.2022 | 16:40 Uhr

Die IG Metall fordert 8,2 Prozent mehr Lohn für die knapp 15.000 saarländischen Beschäftigten in der Stahlindustrie. Als Begründung gibt die Gewerkschaft die gute wirtschaftliche Situation der Branche an. Die erste Tarifverhandlung ist für den 28. Juni angesetzt.

Weil die Stahlindustrie derzeit einen Aufschwung erlebe, fordert die IG Metall für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 8,2 Prozent. Der neue Tarifvertrag soll zwölf Monate laufen.

Erste Verhandlung Ende Juni

„Die Stahlindustrie im Saarland hat eine Boomphase und die Auftragslage ist auch weiterhin hervorragend. Davon wollen auch die Beschäftigten profitieren, die die hohen Kosten für Lebensmittel und Mobilität stark belasten", erklärte Jörg Köhlinger, Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte.

Die erste Tarifverhandlung soll am 28. Juni in Saarlouis stattfinden. Das Tarifgebiet umfasst neben dem Saarland auch Buderus Edelstahl in Wetzlar sowie die Badischen Stahlwerke Kehl.

Lohnplus oder Einmalzahlung?
Tarifverhandlungen in Zeiten der Inflation
Im Herbst startet eine neue Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Dabei steht die Branche vor großen Herausforderungen: Die Lieferketten sind noch immer gestört, hinzu kommen steigende Energiekosten. Während die Arbeitgeber die Erwartungen dämpfen, fordert die Gewerkschaft IG Metall eine deutliche Lohnerhöhung - vor allem angesichts der aktuellen Inflation.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja