Symbolbild: Eine Frau tippt auf einer Computertastatur (Foto: dpa/Jochen Lübke)

Polizei geht gegen illegale Onlineshops vor

Grégory Fraize und Bettina Rau / Online-Fassung: David Differdange   10.04.2020 | 20:15 Uhr

In Deutschland ermitteln mehrere Landeskriminalämter wegen des Missbrauchs von Corona-Soforthilfen. Und auch im Nachbarland Frankreich befeuert die Epidemie die Energie zahlreicher Krimineller. Die Polizei in Grand Est geht gegen illegale Onlineshops mit Medikamenten und Schutzmasken vor.

Eine Beamtin in Straßburg war dem Betrug auf die Schliche gekommen. Ihr waren Dutzende von Internetseiten aufgefallen, auf denen Medikamente angeboten wurden, die möglicherweise gegen das Coronavirus helfen könnten.

Video [aktueller bericht, 10.04.2020, Länge: 3:34 Min.]
Cyberkriminalität bei Corona-Produkten

Tausende Betrugsfälle in Grand Est

Nach Angaben der Straßburger Polizei sei es auf mindestens 70 Seiten zu tausenden Betrugsfällen gekommen. Zwar seien die Seiten illegal, doch die Nachfrage potentieller Opfer sei in der Corona-Krise hoch.

In einem Fall hatte eine Firma aus dem Umland von Straßburg auf ein Angebot geantwortet und wurde an einen angeblichen Händler von Masken und Desinfektionsmittel weitergeleitet. Dieser forderte 25.000 Euro Anzahlung – eine auffällige Masche, da viele Firmen  aus wirtschaftlichen Gründen derzeit nicht mehr in Vorkasse treten können.

Betrugsmaschen in Deutschland

Auch in Deutschland sorgen Betrugsmaschen im Internet für Aufsehen. Zuletzt hatte Nordrhein-Westfalen die Zahlung von Corona-Soforthilfen gestoppt. Grund waren gefälschte Webseiten, über die Betrüger Daten abgegriffen hatten.

Mit den Daten sollen die Täter im nächsten Schritt selbst betrügerische Anträge gestellt haben. Neben NRW ermittelt auch in Berlin das Landeskriminalamt wegen solcher Fälle.

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