Annegret Kramp-Karrenbauer (l) Bundesvorsitzende der CDU, geht neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), beim Gelöbnis im Bendlerblock. (Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Kramp-Karrenbauer ruft zu Verantwortung auf

Axel Burmeister   20.07.2019 | 13:02 Uhr

Am Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler ist am Samstag mit einer Feierstunde an den Widerstand gegen das NS-Regime erinnert worden. Dabei hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ihren ersten größeren Auftritt seit Amtsantritt.

Die neue Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Bundeswehr an ihre Verantwortung im Kampf gegen Rechtsextremismus und Hetze erinnert. In Berlin sagte sie bei einem Gelöbnis von 400 Soldatinnen und Soldaten anlässlich des 75. Gedenktages des Hitler-Attentats: "Wir erleben auch heute, dass rechtmäßige und demokratische Amtsträger als Volksverräter beschimpft werden." Auch heute werde unsere Demokratie verächtlich gemacht, so Kramp-Karrenbauer. Zudem gebe es "Angriffe auf die Werte unserer Verfassung" und "Hetze von Populisten und politischen Brandstiftern".

"Sie können sich auf mich verlassen"

In Erinnerung an die Widerstandsgruppe rund um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg sagte sie: "Diese Tradition verpflichtet." Die Offiziere seien Vorbilder. "Den Staatsbürger in Uniform gibt es nur mit einem staatsbürgerlichen Gewissen", so Kramp-Karrenbauer in ihrer ersten Rede als neue Verteidigungsministerin. Sie gratulierte den Soldaten zum Gelöbnis und versicherte: "Sie können sich auf mich verlassen."

Merkel legt Kranz nieder

Bei der zentralen Gedenkfeier im Bendlerblock in Berlin sprach unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Anschließend legte sie einen Kranz an der Stelle nieder, an der Stauffenberg und andere in der Nacht zum 21. Juli 1944 erschossen wurden. Vor 75 Jahren hatten die Widerstandskämpfer um Graf Claus Schenk von Stauffenberg vergeblich versucht, Adolf Hitler durch eine Bombe zu töten und das nationalsozialistische Terrorregime dadurch zu beenden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.07.2019 berichtet.

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