Nach dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst: Verdi-Chef Frank Bsirske und Matthias Kollatz (SPD) (Foto: SR)

Konsequenzen aus Tarifabschluss

Diana Kühner-Mert/Onlinefassung: Axel Burmeister   08.03.2019 | 18:41 Uhr

Der Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst wird für das Saarland teuer. Die Einigung, die ein Plus von fast acht Prozent in drei Jahren vorsieht, belastet den Landeshaushalt allein in diesem Jahr mit rund 14 Millionen Euro, wie Finanzminister Peter Strobel, CDU, auf SR-Anfrage mitteilte.

Im Jahr 2021, wenn die Erhöhung voll greift, rechnet das Land gar mit Mehrkosten von 37 Millionen Euro. Trotzdem wolle man den Abschluss auf die Beamtinnen und Beamten im Land übertragen, so Finanzminister Strobel - allerdings mit zeitlicher Verzögerung.

Video [aktueller bericht, 08.03.2019, Länge: 2:37 Min.]
Tarifeinigung im öffentlichen Dienst wird teuer fürs Land

Erhöhung soll zeitgleich sein

Doch da will der Beamtenbund dbb nicht mitmachen. Er will die Erhöhung zeitglich mit den Tarifbeschäftigten und sogar noch mehr. Insgesamt 8,4 Prozent mehr Geld stehen im Raum. Beamtenbund-Chef Erwin Linn sagte dem SR, die Beamten hätten geblutet, um den Landeshaushalt zu konsolidieren. Damit müsse jetzt Schluss sein.

Eine zeitgleiche Übertragung würde laut Finanzministerium im Jahr 2021 allerdings 100 Millionen Euro extra kosten. Dazu sagte der Finanzminister: „Wenn man sich betrachtet, was es für ein Kraftakt war, den Kommunen 50 Millionen Euro per anno zur Verfügung zu stellen für den Saarland Pakt, dann kann man sich vorstellen, was 100 Millionen 2021 für uns bedeuten“. Beide Seiten wollen sich bis Ostern einigen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 08.03.2019 berichtet.

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