Ein Mann spielt an einem Spielautomaten. (Foto: dpa)

Spielhallenbetreiber befürchten Jobverluste

Chrsitoph Grabenheinrich / Onlinefassung: Axel Burmeister   27.09.2017 | 14:23 Uhr

Die Mitarbeiter der Spielhallenunternehmen im Saarland fürchten um ihre Arbeitsplätze. Am Mittwochmorgen haben sie dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Landtags eine Liste mit 531 Unterschriften übergeben, in der sie das Parlament auffordern, sich für den Erhalt ihrer Jobs einzusetzen. Hintergrund ist eine Verschärfung des Spielhallengesetzes.

Bis zu 750 Arbeitsplätze seien bedroht, so die Befürchtung der Spielhallen-Angestellten. Seit der Verschärfung des Spielhallengesetzes im Juli seien bereits viele Jobs weggefallen, weitere würden folgen. Fast alle Spielhallenbetreiber sind von Schließungen bedroht, haben Ausnahmeregelungen vom neuen Gesetz beantragt. Das Wirtschaftsministerium komme mit deren Prüfung aber nicht nach.

Glücksspiel im Hinterzimmer

Video [aktueller bericht, 27.09.2017, Länge: 3:04 Min.]
Verschärfung des Spielhallengesetzes

Für die Mitarbeiter der Spielhallen bedeutet das, dass sie derzeit nicht wissen, ob und wie lange sie ihren Arbeitsplatz noch behalten können. Sie fordern das Parlament auf, die Verschärfung des Spielhallengesetzes zu revidieren. Die drohende Schließungswelle werde nur dazu führen, dass Glücksspiel im Hinterzimmer zunehmen werde und Spieler so in die Illegalität getrieben würden - während legale Familienunternehmen schließen müssten. Dass die Petition Erfolg haben wird ist eher unwahrscheinlich. Die große Koalition hat bereits mehrfach erklärt, an der Verschärfung festhalten zu wollen.

Das Saarländische Spielhallengesetz gilt seit 2012. Es sieht unter anderem einen Mindestabstand zwischen Spielhallen von 500 Meter vor. Zudem dürfen in einem Gebäude nicht mehrere Spielhallen sein. Für die Umsetzung des Gesetzes galt eine fünfjährige Übergangszeit bis zum 1.Juli dieses Jahres vor. Damit sollte den Spielhallenbetreibern die Möglichkeit gegeben werden, sich auf die neuen Regeln einzustellen. 

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 27.09.2017 berichtet.

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