Ein Betreuer hilft einem Heimbewohner beim Essen. (Foto: dpa)

Sozialjahr für alle?

  26.08.2018 | 14:03 Uhr

In der Diskussion um ein soziales Dienstjahr, auch für Flüchtlinge, gibt es weiterhin unterschiedliche Meinungen. CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer hatte einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Unterstützung bekommt sie vom saarländischen Ministerpräsidenten Hans.

Bisher wurde vor allem diskutiert, ob ein Sozialjahr freiwillig bleiben oder verpflichtend werden soll. Jetzt wird in der CDU überlegt, auch Flüchtlinge mit einzubeziehen. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer schlug vor, in ein allgemeines Dienstjahr für junge Leute auch Flüchtlinge und Asylbewerber mit einzusetzen.

Kritik kam am Wochenende von Oppositionsparteien, SPD und Wohlfahrtsverbänden. Strittig bleibt auch, ob junge Menschen zu einem sozialen Dienstjahr verpflichtet werden sollten. In der auch CDU-intern umstrittenen Frage sprachen sich Saar-Ministerpräsident Tobias Hans und Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (beide CDU) für einen Pflichtdienst aus.

Akzeptanz für Flüchtlinge

Kramp-Karrenbauer sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Wenn Flüchtlinge ein solches Jahr absolvieren, freiwillig oder verpflichtend, dient das ihrer Integration in Staat und Gesellschaft.“ In der Bevölkerung würde dies „die Akzeptanz erhöhen, dass Flüchtlinge bei uns leben“.

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