Feuerwehrchef Josef Schun (Foto: SR)

Steuerzahlerbund kritisiert Schun-Hospitanz

Christoph Grabenheinrich   07.05.2019 | 16:10 Uhr

Der Bund der Steuerzahler (BdS) kritisiert die vorübergehende Hospitanz des Chefs der Saarbrücker Berufsfeuerwehr, Josef Schun, in Dortmund. Für die vereinbarten sechs Monate übernimmt die Stadt Saarbrücken die vollen Kosten, obwohl Schun hier in der Zeit nicht tätig ist.

Nachdem der Streit um die Rückkehr des Leiters der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken in den vergangenen Wochen eskaliert war, hatten die Stadt und Josef Schun sich darauf geeinigt, dass er für die Dauer von sechs Monaten in einer anderen Dienststelle hospitieren soll - in der Hoffnung, dass die laufenden Auseinandersetzungen dauerhaft beigelegt werden können. Für den Bund der Steuerzahler ist die Einigung zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehrchef ein "absolutes Unding".

Video [aktueller bericht, 07.05.2019, Länge: 1:52 Min.]
Schuns Hospitanz von Steuerzahlerbund kritisiert

Die Stadtverwaltung müsse sich zumindest um einen finanziellen Ausgleich, eine Beteiligung Dortmunds bemühen. Sonst werde der städtische Haushalt über Gebühr belastet. Stadt und Schun müssten zudem schnellstmöglich eine einvernehmliche Lösung im Sinne der Steuerzahler finden. Christoph Walter vom BdS sagte, jetzt werde der Streit unter den Feuerwehrleuten auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen.

Übernahme nicht geplant

Unklar ist, ob in Dortmund zusätzlich zu Schuns Grundgehalt auch Zulagen anfallen. Nach Angaben der Dortmunder Stadtverwaltung wird er als normaler Feuerwehrmann eingesetzt, eine Übernahme sei nach seiner Hospitanz nicht geplant.

Über dieses Thema hat auch aktuell im SR Fernsehen am 7. Mai 2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen