Jo Leinen (Foto: Pasquale D`Angiolillo)

Leinen auf Listenplatz 20

  09.12.2018 | 17:50 Uhr

Bei der Listenaufstellung für die Europawahl ist der saarländische SPD-Europaabgeordente Jo Leinen auf Platz 20 gesetzt worden. Zuvor hatte es in der SPD Streit um die Kandidaten gegeben. Der Vorstand hatte eingegriffen und jüngere Kandidaten nach vorne gezogen.

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Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger, 10.12.2018, Länge: 03:16 Min.]
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Die SPD hat ihre Kandidaten für die Europawahl aufgestellt. Rund 200 Delegierte wählten auf einem kleinen Parteitag in Berlin mit 99 Prozent Zustimmung Justizministerin Katarina Barley zur Spitzenkandidatin. Auch der saarländische Europapolitiker Jo Leinen wurde in Berlin gewählt, und zwar auf Platz 20 der SPD-Liste. Das teilte sein Büro mit.

Die saarländische SPD-Chefin und Wirtschaftministerin Anke Rehlinger gratulierte Leinen zu seiner Wahl. Sie erklärte, Leinen sei ein starkes Gegengewicht zu den Rechtspopulisten, die Nationalismus, Ausgrenzung und Abschottung propagierten. Er sei zudem ein profilierter und erfahrener Europapolitiker.

"Wir musten eingreifen"

Im Vorfeld hatte es Streit um die Kandidaten-Liste gegeben und der Vorstand griff ein. SPD-Chefin Andrea Nahles verteidigte das Vorgehen. Es habe zu wenige junge und vor allem zu wenig weibliche Kandidaten bei den ursprünglichen Vorschlägen der Landesverbände gegeben, sagte Nahles. „Deshalb mussten wir eingreifen.“ Verschiedene Kandidaten wurden deshalb auf vordere Plätze gerückt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.12.2018 berichtet.

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