Anke Rehlinger im Landtag (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Rehlinger kritisiert Kohlekommission

Yvonne Schleinhege   24.10.2018 | 19:51 Uhr

Die Standorte der Steinkohlekraftwerke sollten künftig in den Strukturwandel mit einbezogen werden. Dazu hat die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) die Kohlekommission aufgefordert.

In einem Schreiben an die Kohlekommission - das dem SR vorliegt - heißt es, der Umbau des Energiesystems begründe auch eine politische Verantwortung für Regionen mit Steinkohlekraftwerken. Dieser Aspekt werde bisher allerdings ausgeblendet.

Kompensation verlangt

So kritisiert die Wirtschaftsministerin, dass sich die Kohlekommission einseitig auf die Strukturprobleme im Bereich der Braunkohle fixiere. Ziel müsse es sein, wegfallende Wertschöpfungs- und Beschäftigungsbeiträge der Steinkohlekraftwerke und deren Zulieferbetriebe schrittweise durch neue unternehmerische Investitionen, staatliche Investitionshilfen für regionale Infrastrukturen sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu kompensieren.

Am Donnerstag wird Rehlinger als Gast an einem Treffen der Kohlekommission teilnehmen.

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