Foto: Emil Mura

Gelder für Kohleausstieg gefordert

Manuela Weichsel   13.02.2019 | 19:08 Uhr

Der saarländische Landtag hat Bundes- und Landesregierung aufgefordert, sich beim Kohleausstieg für Strukturhilfen fürs Saarland einzusetzen. Zwei entsprechende Anträge der Koalitionsfraktionen und der Linksfraktion wurden von der Mehrheit der Abgeordneten angenommen.

Welche Auswirkungen der komplette Kohleausstieg auf die saarländischen Kraftwerke hat, ist noch offen. Aber mittelfristig befürchtet das Wirtschaftsministerium, dass jährlich bis zu 300 Millionen Euro regionale Wertschöpfung und 600 Jobs wegfallen. Außerdem könnte die Fernwärmeversorgung im Saarland gefährdet sein. Deshalb fordern SPD und CDU die Landesregierung auf, sich weiter um konkrete Gelder vom Bund zu bemühen.

Strukturhilfen herausholen

Ähnlich argumentiert die Links-Fraktion. Eine komplett abweichende Meinung vertritt die AfD-Fraktion. Sie stellt den von Menschen verursachten Klimawandel und die Sinnhaftigkeit des Kohleausstiegs infrage. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger entgegnete im Landtag, niemand dürfe sich der Aufgabe des Klimaschutzes verwehren. In den nächsten Wochen gehe es darum, für das Saarland Strukturhilfen herauszuholen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 13.02.2019 berichtet.

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