Kläranlage (Foto: SR)

EVS rechnet mit Millionen-Investitionen

  22.08.2018 | 19:20 Uhr

Der EVS will in den kommenden zehn bis 15 Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in die Aufarbeitung von Abwasser investieren. Geschäftsführer Jungmann sagte im SR, es gehe jetzt darum, wie das Geld am sinnvollsten eingesetzt werden kann, um Keime und andere Stoffe aus dem Abwasser zu filtern.

Im Saarland gibt es mehrere Stellen, an denen Messverfahren durchgeführt werden. Das sagte der Geschäftsführer des EVS, Georg Jungmann, dem SR. Dort würden Gewässer aber auch andere Stoffe überprüft, die sich in den Abwässern befinden. Zu den Ergebnissen, die der SR am Mitwoch veröffentlichte, sagte Jungamnn: "Wir wundern uns nicht, dass es Verkeimungen im Wasser gibt." Allerdings müsse man sehen, dass es nicht nur um das Problem der Keime gehe. Man habe auch Probleme mit Spurenstoffen wie zum Beispiel Schmerzmittel-Rückständen und Mikroplastiken aus der Kosmetik.

Unterschiedliche Anforderungen

Man sei dabei, ein Investitionsprogramm zu erstellen bei dem es um einen dreistelligen Millionenbetrag gehe. Damit solle eine höchstmögliche Reinigungsleistung erreicht werden. „Wir haben dazu die technischen Möglichkeiten“, so Jungmann. So haben man in der Kläranlage Ihn eine so genannte Membrananlage laufen. Es gehe um die Frage, wie die Gebührengelder am sinnvollsten eingesetzt werden können. Dabei wies Jungmann auf die unterschiedlichen Anforderungen für eine Kläranlage hin. So müsste an die Kläranlage in Homburg mit der Uni-Klinik völlig andere Anforderungen gestellt werden, als zum Beispiel in Perl, wo man Wienanbau habe.

Derzeit würden in verschiedenen Forschungsverfahren, zum Beispiel beim Bund oder auch mit den Universitäten Kaiserslautern und Luxemburg, all diese Problemstellungen untersucht. Höhere Kosten für die Gebührenzahler würden „auf Sicht sicherlich kommen, wenn wir in den kommenden zehn bis 15 Jahren 150 Millionen Euro investieren müssen“, so Jungmann. Allerdings: nicht mehr in diesem Jahrzehnt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 22.08.2018 berichtet.

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