Stromleitungen führen zu einem Kraftwerk mit qualendem Schornstein (Foto: dpa/Martin Schroeder)

Hans: Kohleausstieg "beherzter" angehen

mit Informationen der dpa   19.04.2019 | 12:36 Uhr

Der Umweltschutz sollte nach Ansicht von Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) wieder ein stärkeres Gewicht in der CDU bekommen. So müsse unter anderem schneller als bisher geplant in moderne Gaskraftwerke umgerüstet werden.

„Wenn eine Partei den Anspruch haben muss, zwischen Klimaschutz und Bedürfnissen einer energieintensiven Industrie einen Ausgleich zu erzielen, dann die CDU, die Umweltpolitiker wie Klaus Töpfer hervorgebracht hat“, sagte Ministerpräsident Hans der Deutschen Presse-Agentur. Dabei müsse man auch bereit sein, „unbequeme Wahrheiten“ auszusprechen.

E-Mobilität nicht die einzige Lösung

„Für die Klimawende wird es nicht ausreichen, wenn wir von heute auf morgen auf Elektromobilität umsteigen“, so Hans. Eine neue Studie habe gezeigt, dass Elektromobilität auf Langstrecken derzeit kaum klimafreundlicher sei als ein hocheffizienter Dieselantrieb.

„Nicht die E-Mobilität allein ist die Lösung für unsere Klimaprobleme, sondern eine umwelt-, ressourcenschonende und nachhaltige Mobilität.“ Er plädiere für Technologie-Offenheit und setze auch auf deutsche Ingenieurskunst. „Zur Wahrheit gehört dann aber auch, dass wir bis dahin den modernen und sauberen Diesel brauchen werden und ihn nicht ständig verteufeln dürfen."

Deutlich schneller umrüsten

Auch den Ausstieg aus der Kohle als Energieträger muss man nach Ansicht von Hans „beherzter“ angehen. Die Standorte und die vorhandene Infrastruktur der Steinkohlekraftwerke müssten weiter genutzt und deutlich schneller als 2038 in moderne Gaskraftwerke umgerüstet werden.

Artikel mit anderen teilen