"Neue Halberg Guss"-Mitarbeiter streiken (Foto: picture alliance / Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)

NHG-Verhandlungen ohne Ergebnis

  08.08.2018 | 15:03 Uhr

Im Tarifstreit über einen Sozialplan beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) droht die IG Metall mit einer Wiederaufnahme des Streiks. Die dritte Schlichtungsrunde sei am Mittwoch ohne Ergebnis beendet worden, teilte die Gewerkschaft mit.

„Sollte sich die Geschäftsführung nun nicht schnell bewegen, werden die Kolleginnen und Kollegen den Streik wieder aufnehmen“, warnte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des Bezirks Mitte der IG Metall. Die Gewerkschaft ist nach eigenen Angaben offen für weitere Gespräche, die an diesem Freitag geplant sind. Die Geduld sei aber endlich.

Treuhandfonds für Saarbrücken

Der Ausstand war nach sechs Wochen am 30. Juli unterbrochen worden. Zuvor hatte die Geschäftsleitung des Unternehmens den früheren Arbeitsrichter Lothar Jordan aus Mannheim als Schlichter akzeptiert. Die rund 2200 Beschäftigten in Saarbrücken und Leipzig hatten für höhere Abfindungen und Beschäftigungsgesellschaften im Fall von Entlassungen gestreikt. Das Management will das NHG-Werk Leipzig mit 700 Mitarbeitern Ende 2019 schließen.

Für Saarbrücken schlägt die Gewerkschaft einen Treuhand-Fonds vor, um Mittel für einen Sozialplan außerhalb der Prevent-Gruppe zu sichern. Die Tarifverhandlungen über einen möglichen Sozialplan waren ergebnislos geblieben. Der Hersteller von Motorblöcken und Antriebswellen gehört seit Jahresbeginn zur bosnisch-deutschen Prevent-Gruppe der Familie Hastor, die sich mit dem VW-Konzern erbittert um Lieferkonditionen gestritten und Aufträge verloren hat.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 08.08.2018 berichtet.

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