Das Werk von Neue Halberg Guss in Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

NHG erklärt Schlichtung für gescheitert

  13.09.2018 | 06:30 Uhr

Die Schlichtung beim Automobilzulieferer Neue Halberg Guss ist gescheitert. Das hat die Geschäftsleitung erklärt. Nach ihren Angaben ist nun nicht auszuschließen, dass deutlich mehr Stellen abgebaut werden als bisher angenommen. Die IG Metall bezeichnete den Ausstieg der NHG als "unverantwortlich". Am Vormittag will der Betriebsrat die Belegschaft über die aktuellen Ereignisse informieren.

In einer Pressemitteilung von Neue Halberg Guss heißt es, „der unverhältnismäßig lange Streik der IG Metall hat fast alle Kunden dazu veranlasst, sich nach anderen Zulieferern umzusehen.“ Man müsse sich nun dem Betriebsumbau der NHG zuwenden. Ein Stellenabbau „in deutlich größerem Umfang als noch im Juni angenommen“ sei nicht mehr auszuschließen. In den vergangenen Wochen sei auch über einen Verkauf verhandelt worden. Allerdings sei der mögliche Käufer nicht in der Lage gewesen, von den Automobilherstellern verbindliche Zusagen über Liefermengen zu erhalten.

Video [aktueller bericht, 12.09.2018, Länge: 1:24 Min.]
Konfliktentwicklung bei Neue Halberg Guss

Die IG Metall bezeichnete den Ausstieg der NHG aus der Schlichtung als unverantwortlich. Damit, so Bezirksleiter Jörg Köhlinger, werde kein Problem der Standorte gelöst und die Belieferung der Kunden zusätzlich erschwert. „Nach unseren Informationen laufen gerade aktuell erfolgversprechende Verhandlungen mit einem Erwerber. Streit gibt es dabei vor allem über den Kaufpreis, den die Eigentümer der NHG erwarten“, teilte Köhlinger mit. Am Donnerstagfrüh sollen die Mitarbeiter in Brebach vom Betriebsrat informiert werden.

NHG erklärt Schlichtung für gescheitert
Audio [SR 3, (c) Yvonne Schleinhege, 13.09.2018, Länge: 03:48 Min.]
NHG erklärt Schlichtung für gescheitert

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 12.09.2018 berichtet.

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