Die Wabenstruktur im Saarland  (Foto: SR)

Kritik an Verkehrspolitik der Landesregierung

Axel Burmeister   24.09.2018 | 07:14 Uhr

Grüne und Linke haben erneut Verbesserungen im Öffentlichen Nahverkehr des Saarlandes gefordert. Dabei geht es unter anderem um die Einrichtung eines Gesamt-Verkehrsverbundes für das Saarland und eine bessere Bezahlung der Busfahrer.

Die Saar-Grünen fordern einen Neuanfang beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Saarland. Grünen-Landeschef Markus Tressel sagte, die Landesregierung müsse endlich die strukturellen Probleme lösen und einen echten Mobilitätsverbund für das Saarland auf den Weg bringen. Der brauche ein umfangreiches Maßnahmenbündel, um Busse und Bahnen attraktiver zu machen.

Neben der Einführung eines „echten“ Saarland-Taktes müssten insbesondere die rund 140 SaarVV-Waben auf fünf reduziert und parallel ein Luftlinientarif eingeführt werden. Zum Jahreswechsel dürfe es nicht wieder zur Erhöhung der Fahrpreise kommen, so Tressel.

Beruf attraktiver machen

Ähnlich äußerte sich der saarländische Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze: „Wir brauchen strukturelle Veränderungen. Der Verkehrsraum Saarland mit rund einer Million Einwohnern benötigt einen Gesamt-Verkehrsbetrieb und einen echten Verkehrsverbund“, so Lutze.

Zum Warnstreik der Busfahrer sagte Lutze im Vorfeld, vor allem der Mangel an qualifizierten Fahrerinnen und Fahrern führe in fast allen Landesteilen dazu, dass Fahrten ausfallen müssen und „die Fahrgäste dann im Regen stehen“. Dies könne nur korrigiert werden, „wenn sich die Entlohnung deutlich verbessert und dieser Beruf dadurch wieder attraktiv wird.“

Eine Umfrage unter 1000 Personen hatte unter anderem ergeben, dass mehr als die Hälfte der Saarländer Busse und Bahnen des ÖPNV nicht nutzen, weil sie das System zu kompliziert und die Tickets als zu teuer empfinden.

Artikel mit anderen teilen