Stellenabbau bei Ford (Foto: SR)

Produktion im Ford-Werk steht still

Karin Mayer   13.12.2018 | 06:30 Uhr

Der Autohersteller Ford wird bereits ab Januar weniger Autos in Saarlouis bauen. Die geplante Stückzahl sinkt auf 1490 Autos am Tag. Bisher sollte das Werk täglich 1750 PKW liefern. Die Produktion im Ford-Werk steht bis Anfang Januar still.

Wegen fehlender Abrufe hat das Unternehmen vor Beginn der Weihnachtsferien sieben produktionsfreie Tage beschlossen. Im Ford Supplier Park haben die Unternehmen teilweise seit Anfang November Kurzarbeit angemeldet. Der Betriebsratsvorsitzende der Ford-Tochter AIS, Patric Palowsky, sagte dem SR, das Unternehmen sei zu 100 Prozent von Ford abhängig. Wenn bei Ford eine Schicht wegfalle, treffe das auch AIS. Die Stimmung in den Belegschaften sei angespannt.

Der Betriebsratsvorsitzende von Rhenus Logistics, Stefan Zapp, sagte, die Ford-Pläne könnten bei Rhenus rund 100 Arbeitsplätze kosten. Im Ford-Supplier Park sind rund 2500 Mitarbeiter in 20 Unternehmen beschäftigt.

Auch Ford-Zulieferer müssen abbauen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 13.12.2018, Länge: 02:45 Min.]
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Rehlinger will Gespräche

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte dem SR, sie werde nun das Gespräch mit der Ford-Leitung suchen. Das Land werde alles tun, um den Stand über 2022 hinaus zu sichern.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.12.2018 berichtet.

Interview: "Wir haben eine schwierige Marktlage für den Automobilbereich insgesamt"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger, 13.12.2018, Länge: 03:33 Min.]
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1600 Jobs im Ford-Werk Saarlouis gefährdet
Der Autohersteller Ford will offenbar im Werk Saarlouis 1600 Jobs abbauen. Darüber sind die Beschäftigten des Ford-Werkes in einer Betriebsversammlung informiert worden. Der Stellenabbau ist auch ein Thema für die Politik in Berlin.

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