Reduzierung des Fluglärms im Saarland gefordert (Foto: SR)

800 Stunden Fluglärm

  27.12.2018 | 18:51 Uhr

Im Saarland haben in diesem Jahr wieder viele Menschen unter militärischem Fluglärm gelitten. Dabei hatte das Verteidigungsministerium zukünftige Verbesserungen versprochen. Doch bislang ist davon nicht viel zu spüren. Immer wieder beschwerten sich im vergangenen Jahr Anwohner.

Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm im Saarland fordert zeitliche Beschränkungen für Militärflüge. Zwischen 18.00 Uhr abends und 10.00 Uhr morgens sollen demnach keine Flüge mehr stattfinden. Nach Messungen der Bürgerinitiative wurde die militärische Flugzone im Saarland in diesem Jahr rund 800 Stunden genutzt. Wie der Verein mitteilte, sind dabei oft mehrere Flugzeuge gleichzeitig in der Luft gewesen.

Gegen Fluglärm aussprechen

Video [aktueller bericht, 27.12.2018, Länge: 3:05 Min.]
Fluglärm: Bilanz 2018

Teilweise wurden über 100 Dezibel gemessen - das entspricht in etwa dem Lärm einer Motorsäge. Hauptnutzer der Flugzone ist die US-Luftwaffe. Aber auch die Bundeswehr fliegt insgesamt wieder mehr als noch im vergangenen Jahr. Allein im März kamen so über 100 Nutzungsstunden zusammen.

Die Bürgerinitiative wirft dem Verteidigungsministerium vor, sich nicht wirklich zu bemühen, die Flüge so zu planen, dass es tatsächlich zu einer Entlastung kommt. Die Bürgerinitiative appelliert an saarländische Politiker, sich gegen Fluglärm auszusprechen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 27.12.2018 berichtet.

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