Elektrofahrzeug (Foto: dpa/Marijan Murat)

Weniger Förderanträge für E-Autos im Saarland

  08.01.2019 | 13:32 Uhr

Die Elektromobilität kommt im Saarland nicht voran. Im vergangenen Jahr wurden sogar weniger Anträge auf finanzielle Förderung eines E-Autos angemeldet als 2017. Und in einem knappen halben Jahr läuft das staatliche Subventionsprogramm aus.

Um 8,6 Prozent ist die Zahl der Anträge auf Förderung von Batterie- und Hybridfahrzeugen im Saarland zurückgegangen. Der Vorsitzende des saarländischen Kfz-Verbandes Martin Bitsch bezeichnete die Jahresbilanz 2018 als enttäuschend. 359 Anträge habe es im Jahr 2017 gegeben, 328 seien es 2018 gewesen. Bei den Pkw-Neuzulassungen sei ein Marktanteil der Stromer von unterdurchschnittlichen 0,6 Prozent zu erwarten. Das gehe aus der aktuellen Statistik des für die Förderung der E-Mobilität zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hervor.

Der Verband teilte mit, „nachhaltige Impulse“ bei der Elektromobilität seien im vergangenen Jahr ausgeblieben. So weise die Dezember-Bilanz 14 reine Batterie-Fahrzeuge und vier Hybridwagen aus. Mit insgesamt 793 Anträgen aus den vergangenen 30 Monaten bleibe das Saarland im Länderranking "unverändert im letzten Drittel der Tabelle".

Förderung läuft aus

Wer in nächster Zeit plant, auf ein Elektro- oder Hybridfahrzeug umzusteigen, sollte sich beeilen. „Jetzt bleiben noch sechs Monate für die Subvention, dann beginnt der finanzielle Alltag für die Stromer“, sagt der Landesvorsitzende des Kfz-Verbandes. Im Juni laufe die von Staat und Industrie getragene finanzielle Unterstützung aus.

Die Fördersumme für den saarländischen Automarkt betrug laut Bitsch im Dezember rund 70.000 Euro. Insgesamt seien ins Saarland 2,8 Millionen Euro Fördersumme geflossen. Bundesweit umfasst der Fördertopf 1,2 Milliarden Euro.

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