Produktion des Automobilzulieferers Eberspächer in Neunkirchen (Foto: Karin Mayer/SR)

Eberspächer informiert über Stellenabbau

  02.12.2018 | 19:40 Uhr

Beim Automobilzulieferer Eberspächer in Neunkirchen könnten am Montag Details zum geplanten Stellenabbau bekannt gegeben werden. In der vergangenen Woche hieß es, dass ein Auftragseinbruch die Geschäftsleitung zum radikalen Schnitt zwinge.

Für Montag ist beim Autozulieferer Eberspächer eine Betriebsversammlung geplant. Bereits im Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, jeden zweiten Arbeitsplatz im Neunkircher Werk „auf den Prüfstand“ zu stellen. Das wollte weder Eberspächer noch die IG Metall auf SR-Anfrage am vergangenen Mittwoch konkretisieren. Es sei ausschließlich die Produktion betroffen.

Bis Ende des Jahres gilt noch eine Beschäftigungsgarantie. Bei Eberspächer in Neunkirchen arbeiten insgesamt rund 1600 Mitarbeiter.

Investitionen verlangt

Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine hat die Landesregierung aufgefordert, Initiativen zu ergreifen, um die Arbeitsplätze bei Eberspächer in Neunkirchen zu erhalten. Lafontaine sagte, die Beschäftigten hätten dem Konzern lange Zeit gute Geschäfte und satte Gewinne ermöglich. In den letzten Jahren habe der Konzern hunderte Stellen im Saarland abgebaut. Kostensenkungen und Entlassungen machten den Standort immer weniger wettbewerbsfähig. Der Konzern müsse in Neunkirchen investieren, damit zukunftsfähige Produkte gefertigt werden können.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3 Rundschau vom 28.11.2018 berichtet.

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