Ein ICE der Deutschen Bahn (Foto: Pixabay/hpgruesen)

ICE-Strecke wird nicht weiter ausgebaut

Janek Böffel   06.11.2018 | 19:16 Uhr

Die Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und Saarbrücken auf der Achse Frankfurt Paris wird vorerst nicht weiter ausgebaut. Im aktualisierten Bundesverkehrswegeplan des Bundesverkehrsministeriums wird dem Ausbau keine erhöhte Priorität zugewiesen.

Frankfurt, Hamburg oder Köln: CSU-Verkehrsminister Scheuer hat am Dienstag gleich mehrere Knotenpunkte und Bahnstrecken im Bundesverkehrswegeplan hochgestuft. Vordringlicher Bedarf nennt sich das offiziell und bedeutet, dass diese Projekte möglichst schnell umgesetzt werden sollen. Die Bahnstrecke Ludwigshafen-Saarbrücken fehlt allerdings auf der Liste. Ein weiterer Ausbau der Strecke ist damit erstmal vom Tisch. Denn - so die Argumentation der Bundesregierung - ein weiterer Ausbau würde nur geringe Fahrzeitgewinne bringen, steht also nicht in Relation zum Aufwand. Schließlich würde die Strecke derzeit ertüchtigt und auf neuere Standards gebracht, die Höchstgeschwindigkeiten würden damit bis 2021 auf bis zu 200 km/h ansteigen.

Kritik von FDP und Linke

Kritik kommt dennoch aus dem Saarland. Die Entscheidung sei ein Rückschlag für das Saarland, so der Verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic. Weitere Fahrzeitverkürzungen seien notwendig, um den Nordast über Saarbrücken gegenüber dem Südast über Straßburg wettbewerbsfähig zu halten. Auch der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze hält den derzeitigen Ausbau für nicht ausreichend. Ein substanzieller Fortschritt wäre nur mit einer Neubau-Strecke machbar.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.11.2018 berichtet.

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