Todestag Christian Konrad Sprengel (Foto: dpa)

Maßnahmen gegen Bienensterben

Jonathan Janoschka / Onlinefassung: Axel Burmeister   16.05.2018 | 18:14 Uhr

Im Saarland sollen in Zukunft Bienen besser geschützt werden. Der saarländische Landtag nahm einstimmig einem entsprechenden Antrag von CDU und SPD an. Danach sollen Landwirte besondere Saatmischungen benutzen und die Böden nicht ausbeuten. Zudem sollten so wenig wie möglich Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.

Der Rückgang der Bienen sei eine existenzielle Bedrohung, so der SPD-Abgeordnete Magnus Jung. Denn ohne Bienen keine Pflanzenbefruchtung und damit auch kein Futter für Tiere. Ob Pflanzengifte, Monokulturen oder der Verlust von Grünflächen, was Bienen schadet, sei menschengemacht, helfen könne nur Nachhaltigkeit.

Autoverkehr als Insektenkiller

Seine CDU-Kollegin Petra Fretter warnte vor steigenden Preisen, sollte das Angebot an Obst und Gemüse wegen Bienenmangels zurückgehen. Sie warb für weitere Einschränkungen von Pestiziden wie Glyphosat. Der Linken-Abgeordnete Ralf Georgi kritisierte zudem den zunehmenden Autoverkehr als Bienen- und Insektenkiller.

Die AfD unterstützte den Antrag zum Bienenschutz, übte aber Kritik am „technokratischen Duktus“. AfD-Fraktionschef Josef Dörr schlug vor, mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Wiese neben dem Landtag bienenfreundlich umzugestalten.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 16.05.2018 berichtet.

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