Foto: Pasquale D'Angiolillo

Mehr Teilhabe für behinderte Menschen

Axel Burmeister   14.11.2018 | 15:21 Uhr

Mit einem neuen Behindertengleichstellungsgesetz will die Landesregierung die Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft verbessern. Der Sozialverband VdK findet das gut, wünscht sich aber, dass die Mitnahme von benötigten Hilfsmitteln oder Tieren im Gesetz verankert wird.

Mit dem Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetz (SBGG) soll die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden verbessert werden. Dazu gehört nach Angaben von Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) auch eine bessere Informations- und Kommunikationstechnologie in den Behörden. Auch den Einsatz der Leichten Sprache bei der Behördenkommunikation will die Landesregierung mit dem Gesetz verstärken.

Nicht nur Infrastruktur verändern

Der Sozialverband (VdK) Saarland begrüßt das von der Landesregierung eingebrachte Behindertengleichstellungsgesetz grundsätzlich. Der Verband weist aber darauf hin, dass es bei der zu erreichenden Barrierefreiheit nicht nur um die Infrastruktur und um bauliche oder technische Fragen gehe. „Wir hätten uns bei Paragraf vier „Barrierefreiheit“ gewünscht, dass die Mitnahme oder der Einsatz benötigter Hilfsmittel, einschließlich tierischer Assistenz, in den Änderungen verankert wird“, sagte eine Sprecherin auf SR-Anfrage.

Zudem sei es schwierig mit der Barrierefreiheit, wenn Menschen mit Behinderung die Mitnahme von benötigten Hilfsmitteln verweigert oder erschwert werde. Als positiv hebt der VdK unter anderem die Einrichtung einer unabhängigen Monitoringstelle hervor. Aus Sicht des VdK gibt es bisher als einzige unabhängige Instanz das Deutsche Institut für Menschenrechte in Berlin.

Im Saarland leben knapp 156.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung.

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