Ein Organspendeausweis (Foto: picture alliance/Caroline Seidel)

Bachmann für Freiwilligkeit bei Organspende

  25.07.2018 | 13:52 Uhr

Bei der Suche nach Organspendern setzt die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann weiter auf Freiwilligkeit. Das sagte die CDU-Politikerin im Sommergespräch. Im vergangenen Jahr gab es im Saarland 16 Spender pro eine Million Einwohner, deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt.

Nach Ansicht von Bachman gibt es trotz der höheren Spendebereitschaft im Saarland immer noch zu wenige Spender. An der Freiwilligkeit einer Organspende soll sich nach Aussage der Ministerin aber nichts ändern. Dass in Deutschland potenzielle Organspender dies explizit deutlich machen müssen, findet Bachmann richtig. Sie betonte, allerdings müssten auch diejenigen, die in keinem Fall Organe spenden möchten, das unmissverständlich sagen. Das sei schon allein deshalb wichtig, um im Zweifel den Angehörigen die schwierige Entscheidung über eine mögliche Organspende zu ersparen.

Vorbild Niederlande?

In anderen europäischen Ländern, unter anderem in den Niederlanden, gilt die so genannte Widerspruchsregelung: Wer nicht deutlich nein sagt, ist automatisch Organspender. Ob eine solche Widerspruchsregelung auch in Deutschland eingeführt werden soll, könne auf Länderebene nicht entschieden werden.

Bachmann betonte, dieses Thema sei auf der Gesundheitsministerkonferenz im Juni intensiv diskutiert worden. Schließlich habe man den Bundestag aufgefordert, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.  Sollte sich das Parlament für die Widerspruchslösung entscheiden, würde sie diese aber mittragen, so die Ministerin.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.07.2018 berichtet.

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