Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn  (Foto: picture alliance / dpa / Julien Warnand)

Luxemburgs Außenminister spricht sich für offene Grenzen aus

  05.05.2020 | 09:20 Uhr

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn setzt sich für die Abschaffung der Kontrollen an der Deutsch-Luxemburgischen Grenze ein. In einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) weist er auf die Beeinträchtigungen durch die Kontrollen hin. Die Grenzkontrollen wurden gestern bis 15. Mai verlängert.

Das Bundesinnenministerium begründet die Verlängerung der bestehenden Grenzkontrollen - unter anderem zu Luxemburg und Frankreich - bis 15. Mai, dass so die Infektionsgefahr durch das Coronavirus weiter eingedämmt werden soll.

Von Luxemburg geht keine Gefahr aus

Unverständnis löst diese Entscheidung in Luxemburg aus. Es gebe keinen ersichtlichen Grund die Grenzkontrollen, die am 16. März wiedereingeführt wurden, zu Luxemburg weiter aufrechtzuerhalten, so der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn in seinem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Das grenzüberschreitende Zusammenleben und die regionale Wirtschaft seien durch die Grenzkontrollen "sehr stark beeinträchtigt".

"Die Grenzschließungen und Kontrollen verursachen einen immer größer werdenden Unmut in der Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze und riskieren, das grenzüberschreitende Zusammenleben in der Großregion dauerhaft zu schädigen", schreibt Asselborn. Die Entwicklung der epidemiologischen Lage in Luxemburg stelle in keinster Weise eine Bedrohung für die Nachbarregionen dar.

Ein Thema im "Stand der Dinge" auf SR1 am 05.05.2020.

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