Teller mit Heringen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Wahlkampf am Aschermittwoch

  07.03.2019 | 07:27 Uhr

Die Regierungsparteien CDU und SPD haben beim traditionellen politischen Aschermittwoch die anstehenden Europa- und Kommunalwahlen in den Mittelpunkt gestellt. Neben ein paar politischen Spitzen nutzte man die Reden vor allem, um die Parteimitglieder auf den Wahlkampf einzustimmen.

Nachbericht: Politischer Aschermittwoch im Saarland
Audio [SR 3, (c) SR, 07.03.2019, Länge: 02:23 Min.]
Nachbericht: Politischer Aschermittwoch im Saarland

Bei der anstehenden Kommunalwahl im Mai soll die CDU stärkste Kraft im Land werden. Dieses Ziel hat Saar-CDU-Chef Tobias Hans beim politischen Aschermittwoch seiner Partei in Schwalbach ausgegeben. Insgesamt war seine achtzigminütige Aschermittwochspremiere eher pragmatisch und nicht von knallharter Attacke auf den politischen Gegner geprägt. Mit Blick auf eine mögliche Grundrente pochte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in seiner Rede auf eine Bedürftigkeitsprüfung - anders als von den Sozialdemokraten geplant. In Schwalbach sagte er wörtlich: „Genossen, lasst die Kirche im Dorf, wir müssen uns darum kümmern, dass die Rente nach Leistung bezahlt wird“.  

Rehlinger wirbt für Selbstbewusstsein

Vize-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger versuchte am Aschermittwoch, die Genossen in Wahlkampf-Stimmung zu bringen. Selbstbewusst könne die SPD sein, hier im Land sei man der „Treiber, Macher und Umsetzer“ in der Koalition. Mehr Geld für die Kommunen, weniger Kita-Gebühren, dies seien Erfolge der SPD, so Rehlinger. Außerdem erinnerte sie in Rehlingen-Siersburg daran, dass Klimaschutz nicht zu Lasten der Wirtschaft gehen dürfe.

Lutze contra "Aufstehen"

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze hat seine Rede beim Politischen Aschermittwoch in Neunkirchen zu einer Abrechnung mit der "Aufstehen"-Bewegung von Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht genutzt. Dabei kritisierte er das Verhalten von Teilen des saarländischen Landesverbandes der Linken. Der eigentlich als Gastredner angekündigte Europachef der Linken, Gregor Gysi, hatte seinen Auftritt wegen einer Erkrankung absagen müssen.

Bei der FDP in Dillingen forderte Landeschef Oliver Luksic gute Rahmenbedingungen für die Stahl- und Autoindustrie im Saarland, um Arbeitsplätze zu erhalten. Die Grünen sprachen sich bei ihrem Aschermittwochstreffen in Saarlouis für einen zweiten Urwald vor den Toren Saarbrückens aus.

Die AfD hatte sich bereits am Montag zum sogenannten „Blauen Montag“ getroffen.

Wer hat's gesagt?

Frage 1 von 4

„Der Klimaschutz darf nicht zu Lasten der Wirtschaft gehen.“






Die Grünen in Saarlouis

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.03.2019 berichtet.