Symboldbild mit Coronavirus und Saarlandkarte (Foto: SR/Jens Gerlach)

Bislang 25 Corona-Mutanten im Saarland entdeckt

Mit Informationen von Steffani Balle und Lisa Huth   03.02.2021 | 07:16 Uhr

Im Saarland sind bislang in 25 positiven Corona-Proben mutierte Varianten festgestellt worden. In den meisten Fällen konnte die Ansteckungsquelle ermittelt werden.

Bei 23 der insgesamt 25 Proben handelt es sich um die britische Virusvariante. Zwei Proben aus dem Saarpfalz-Kreis betreffen die südafrikanische oder brasilianische Variante. Welche genau, wird derzeit noch ausgewertet. Das Gesundheitsamt im Saarpfalz-Kreis prüft auch eine mögliche Verbindung zwischen den beiden Personen, die die noch nicht genau bestimmte Virus-Mutante vermutlich aus Österreich ins Saarland gebracht haben.

Elf zusammengehörige Fälle

Bislang 25 Fälle von Corona-Mutanten im Saarland registriert
Audio [SR 3, Steffani Balle, 03.02.2021, Länge: 01:00 Min.]
Bislang 25 Fälle von Corona-Mutanten im Saarland registriert

Die ersten gemeldeten britischen Virusmutanten aus St. Wendel von voriger Woche haben sich von ursprünglich vier auf mittlerweile elf in zwei Landkreisen ausgedehnt. Angesteckt haben sich Familienmitglieder untereinander, ein Teil der Familie wohnt im Kreis Neunkirchen.

In Merzig liegt ein Ursprung bei einem Arbeitspendler nach Luxemburg, in einem zweiten Fall bei einem Reiserückkehrer, die jeweils ihr Umfeld infiziert haben. Insgesamt sind sechs Menschen im Kreis Merzig-Wadern mit der britischen Corona-Variante infiziert.

Vier Fälle im Regionalverband

Im Regionalverband sind bislang vier Fälle mit der britischen Variante entdeckt worden. Der Ursprung der beiden ersten Infektionen liegt nach Auskunft der Pressestelle bei einem Libanon-Rückkehrer, der ein Familienmitglied angesteckt hat. Die anderen beiden Fälle, die neu hinzugekommen sind, haben keine Verbindung zum Erst-Infizierten.

Insgesamt laufen saarlandweit noch in fünf Fällen die Nachforschungen nach den Infektionsketten.

Untersuchung positiver Tests im Schnellverfahren

Im Saarland sollen nach Angaben der Landesregierung in einem Screening-Schnellverfahren alle positiven Corona-Proben auf die drei Virusvarianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien untersucht werden. Bis zu 1000 Proben wöchentlich können so ausgewertet werden.

Auch mehrere Fälle in Grand Est

Auch in der französischen Nachbarregion Grand Est sind mittlerweile 24 Fälle der britischen und einer der südafrikanischen Virusvariante entdeckt worden - die meisten davon im Département Marne. In Moselle wurde bislang ein Fall festgestellt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.02.2021 berichtet.

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