Hunderttausende VW-Autos könnten mehr CO2 ausgestoßen und damit mehr Sprit verbraucht haben als vom Hersteller angegeben.  (Foto: dpa)

2250 Saarländer stimmen Dieselvergleich zu

Lars Ohlinger   21.04.2020 | 17:03 Uhr

Im VW-Dieselskandal haben bisher rund 2250 saarländische Kunden dem Vergleich zwischen Volkswagen und den Verbraucherzentralen zugestimmt. Doch die Zahl könnte noch weiter steigen, teilte ein Sprecher des Autoherstellers dem SR mit.

Wegen des großen Interesses an dem Vergleich hatte Volkswagen die Frist für dessen Annahme bis zum 30. April verlängert. Insgesamt sollen in Deutschland rund 260.000 Käufer manipulierter VW-Fahrzeuge ein Angebot bekommen haben.

Betroffen sind Kunden von VW, Audi, Seat oder Skoda mit manipuliertem EA189-Motor, die vor dem 1. Januar 2016 ihr Fahrzeug gekauft hatten. Wie viel Entschädigung die betroffenen Kunden bekommen, hängt vom Fahrzeugtyp und Modelljahr ab. Möglich sind Einzelbeträge zwischen 1350 EUR und 6250 EUR.

Gerichtsurteil aus dem Saarland

Im Februar hatte das saarländische Oberlandesgericht (OLG) ein Urteil mit Signalwirkung gefällt. Die Richter verurteilten den Volkswagen-Konzern dazu, einer Dieselfahrerin wegen der Schummelsoftware 12.000 Euro Schadensersatz  zu zahlen. Beide Seiten hatten danach Revision vor dem Bundesgerichtshof angekündigt. 

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 21.04.2020 berichtet.

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