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Mercedes will in Hambach investieren

Lisa Huth / Onlinefassung: Jessica Becker   30.06.2018 | 09:39 Uhr

Seit 20 Jahren produziert Smart im lothringischen Hambach. Zum Jubiläum kündigte Daimler an, zum ersten Mal einen Mercedes in Frankreich bauen zu wollen. Dafür will der Autobauer eine halbe Milliarde Euro investieren.

Eine Führung durchs Smart-Werk
Audio [SR 3, (c) SR, 30.06.2018, Länge: 02:12 Min.]
Eine Führung durchs Smart-Werk
Zum Jubiläum war SR 3 Reporterin Lisa Huth in der Produktionsstätte von Smart.

Heute vor zwanzig Jahren startete im lothringischen Hambach die Produktion des Smarts. Für die insgesamt 1.700 Mitarbeiter inklusive der Zulieferbetriebe bedeutet das Jubiläum auch einen Start in eine neue Ära. Mercedes hat angekündigt, den ersten Mercedes-Stromer auch in Hambach bauen zu lassen und dafür eine halbe Milliarde Euro zu investieren. Für das von der Arbeitslosigkeit gebeutelte Departement Moselle bedeutet das große Hoffnung. Genaueres wisse man aber bis heute nicht, so CFDT-Gewerkschafter Marcel Quet.

Lob und Kritik für den Autobauer

Smart war nicht nur mit den Stadtflitzern Vorreiter, den ersten Elektro-Smarts, die auch in Hambach gebaut werden. Nach langem hin und her, ob die Produktion in Hambach bleiben würde, setzten sie gegen das Gesetz die Rückkehr von der 35 zur 39-Stunden-Woche durch. Seitdem sei die Arbeit für Gewerkschafter in dem Betrieb nicht einfacher geworden. Unabhängig davon: Die Erfolgsgeschichte in dem Örtchen Hambach darf weitergehen, denn bevor die neue Produktionslinie beginnt, muss gebaut werden, müssen die Arbeiter wohnen und einkaufen und auch das wird wieder neue Arbeitsplätze bringen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 30.06.2018 berichtet.

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