Eine Pflegeassistentin misst den Blutdruck. (Foto: dpa/Oliver Berg)

Fast jede zweite Praxis hat eine Verah

  07.06.2020 | 16:19 Uhr

Im Saarland gibt es inzwischen fast 200 Versorgungsassistentinnen - kurz VERAHs. Die Kassenärztliche Vereinigung und der Hausärzteverband sehen darin einen Erfolg. Vor allem in ländlicheren Regionen leisteten VERAHs einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung.

Rund 170 Hausarztpraxen im Saarland beschäftigen derzeit eine oder mehrere Versorgungsassistentinnen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Saarland hat fast jede zweite Hausarztpraxis im Land mindestens eine VERAH. Ihre Aufgabe sei es, den Hausarzt bei hochqualifizierten Tätigkeiten zu entlasten.

VERAHs übernehmen Hausbesuche

Ihre Zielgruppe seien vor allem Patienten, die nicht in die Paxis kommen könnten, weil sie alt, krank oder nicht mehr mobil seien. Bei den Hausbesuchen kontrollierten VERAHs zum Beispiel den Blutdruck. Zu ihren Aufgaben gehörten auch Blutabnahmen oder die Kontrolle chronischer Wunden.

Dass die Versorgungsassistentinnen nach Hause kommen, sei ein Vorteil für die Patienten, betont KV-Chef Gunter Hauptmann. Sie würden weiter von der vertrauten Praxis betreut. Der Chef des Saarländischen Hausärzteverbands, Michael Kulas, sprach von einer Arzt-Patienten-Kommunikation und Versorgung "ohne Umwege". Der Patient habe in seinem gewohnten Umfeld eine direkte Anbindung an die Praxis.

KV fördert bis zu 40 angehende VERAHs

Medizinische Fachangestellte können sich zu Versorgungsassistentinnen fortbilden. Die KV fördert nach eigenen Angaben pro Kalenderjahr bis zu 40 angehende VERAHs mit je 1800 Euro. Die Forbildung wird im Saarland seit 2015 finanziell gefördert.

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