Ein Schüler führt einen Corona-Schnelltest an sich selbst durch (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

169 Schüler nach erster Schulwoche in Quarantäne

Lisa-Marie Betzholz-Weber / Onlinefassung: Leonie Rottmann   03.09.2021 | 19:20 Uhr

Nach der ersten Schulwoche sind 169 von rund 120.000 Schülerinnen und Schülern im Saarland von Quarantänemaßnahmen betroffen. Das meldet das Bildungsministerium. Teilweise wurden auch ganze Schulklassen nach Hause geschickt.

Seit einer Woche gehen die saarländischen Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule. Insgesamt sind laut Bildungsministerium in der ersten Woche 169 von etwa 120.000 Schülern von Quarantänemaßnahmen betroffen.

Kritik vom Bildungsministerium

Das Bildungsministerium kritisierte das Vorgehen im Saarland, wodurch teilweise auch ganze Schulklassen nach Hause geschickt wurden. In anderen Bundesländern gebe es bereits unterschiedliche Wege, um die Dauer der Quarantänen zu verkürzen und den Kreis derer, die sich in Quarantäne begeben müssen, möglichst klein zu halten.

Der Landkreistag weist das zurück. Die Gesundheitsämter richteten sich bei den Quarantäneanordnungen nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach müssten die Schüler nach engem Kontakt zwei Wochen lang in Quarantäne bleiben.

Spahn will Quarantäneregeln lockern

Auch auf Bundesebene rief Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu auf, Quarantäneregeln für Schüler zu lockern und zu vereinheitlichen. Denkbar wären etwa fünf Tage Quarantäne für direkte Sitznachbarn und die Möglichkeit zum „Freitesten".

Darauf sollten sich die Gesundheitsminister der Länder endlich einigen, sagte Spahn.

Über dieses Thema berichtet auch der „aktuelle bericht“ am 03.09.2021 im SR-Fernsehen.

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