Das Logo des Online-Händlers Amazon ist am Logistikzentrum zu sehen. (Foto: picture alliance/Ina Fassbender/dpa)

13 Bürger erheben Einwände gegen Logistik-Zentrum

  26.08.2019 | 18:05 Uhr

Gegen den Neubau eines Amazon-Logistikzentrums in Völklingen-Wehrden haben bisher 13 Bürger Einwände angemeldet. Eine Bürgerinitiative befürchtet Lärm und Verkehr. Heute endete die Frist für Widersprüche.

Außer Bürgern können auch Behörden Einwände gegen das Amazon-Zentrum vorbringen. Wieviele Behörden Bedenken haben, steht noch nicht endgültig fest, teilten der Fachdienst für Stadtplanung und -entwicklung der Stadt Völklingen und das zuständige Planungsbüro aus Illingen auf SR-Nachfrage mit. Wegen der Sommerferien hätten einzelne Behörden um eine Fristverlängerung gebeten. Dabei handele es sich aber um ein Standardverfahren.

Die zuständige Stelle in Völklingen und das externe Büro werden jetzt alle Einwände fachlich prüfen, zum Beispiel im Hinblick darauf, ob sie gerechtfertigt sind. Bürger und Behörden würden dabei gleichwertig behandelt, so Fachdienstleister Ludwig Scherer gegenüber dem SR. Der Stadtrat werde über den Neubau spätestens im Oktober abstimmen.

Bürgerinitiative befürchtet zu viel Verkehr

Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen den Standort der Amazon-Ansiedlung auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Wehrden. Sie kritisiert unter anderem, dass durch die Lieferwagen die Verkehrs- und Lärmbelastung weiter zunehmen werde. Die Stadt Völklingen habe zudem den Zugang zu Plänen und Gutachten nicht ausreichend kommuniziert. Die Pläne liegen seit Juli im Rathaus aus und können auch im Internet eingesehen werden.

110 neue Arbeitsplätze geplant

Amazon selbst will etwa 110 Arbeitsplätze an dem neuen Standort schaffen. Darüber hinaus sollen 400 bis 600 Fahrer bei mittelständischen Fuhrunternehmen Arbeit finden. Zum Weihnachtsgeschäft 2020 soll das Verteilzentrum fertig sein.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.08.2019 berichtet.

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