Foto: Patrick Pleul/dpa

100 Jahre AWO: Präsident kritisiert Arbeitsbedingungen

Herbert Mangold   14.02.2019 | 08:18 Uhr

Die Arbeiterwohlfahrt feiert dieses Jahr ihr 100. Jubiläum. Das wird auch im Saarland groß begangen, obwohl die Saarländer wegen des ersten Weltkrieges erst fünf Jahre später hinzustießen. Im Rahmen der gestrigen AWO-Feier im Saarbrücker Rathaus kritisierte der Präsident des Bundesverbandes, Wilhelm Schmidt, die Ausbeutung vieler Sozialarbeiter.

Schmidt wies etwa darauf hin, dass Mitarbeiter im Sozialsystem teilweise untertariflich bezahlt würden. Er forderte eine Erhöhung der Qualität. Die öffentliche Hand müsse dies finanzieren und ein menschliches System garantieren.

Mehr als 115 saarländische Ortsverbände

Was vor einhundert Jahren in Deutschland begann, ist auch im Saarland groß geworden. So gibt es inzwischen mehr als 115 Ortsverbände mit rund 12.000 Ehrenamtlichen. Gleichzeitig wurde die Arbeit inzwischen professionalisiert.

Über 5000 Mitarbeiter sind in den saarländischen Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt beschäftigt. Dazu zählen auch zehn Seniorenzentren und 30 Kindertageseinrichtungen. In den vergangenen Jahren kam die Behindertenhilfe mit dazu. Im Landkreis Merzig-Wadern will der Wohlfahrtsverband rund 10 Millionen Euro in eine neue Behinderteneinrichtung investieren.

Über dieses Thema berichtete auch die SR 3-Rundschau am 14.02.2019.

Artikel mit anderen teilen