Bundesfamilienministerin Giffey zu Besuch im Haus Steinhübel in Saarbrücken (Foto: SR/Nadine Thielen)

Pläne zur Stärkung der Pflegeberufe

Christian Ignatzi / Onlinefassung: Markus Person   04.07.2018 | 07:24 Uhr

Die Bundesregierung will den Arbeitsalltag in der Pflege verbessern, um mehr Interessenten für die Branche zu gewinnen. Dazu hat sich am Dienstagabend in Berlin die „Konzertierte Aktion Pflege“ vorgestellt. Für den Pflegebeauftragten des Saarlandes, Jürgen Bender, gehen die Pläne in die richtige Richtung.

"Pflege war schon immer cool"
Audio [SR 3, (c) Siegfried Lambert, 04.07.2018, Länge: 04:04 Min.]
"Pflege war schon immer cool"

Ihr Vorhaben stellten Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gemeinsam vor. Um Pflegeberufe attraktiver zu machen, sind demnach Arbeitgeber, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände dazu aufgerufen, binnen eines Jahres Vorschläge zu erarbeiten, das zu erreichen. Ziel seien Tarifverträge für die Mitarbeiter, außerdem sollen Auszubildende in der Pflegebranche von 2020 an kein Schulgeld mehr zahlen.

Der Pflegebeauftragte des Saarlands, Jürgen Bender, sieht in der Konzertierten Aktion Pflege einen Schritt in die richtige Richtung. Er sagte dem SR, alles, was getan werde, um mehr Pflegekräfte zugunsten der Pflegebedürftigen zu gewinnen, sei zu begrüßen. Das gelte sowohl für die ambulante Pflege in Krankenhäusern, als auch stationär in Alten- und Pflegeheimen.

VdK sieht Chancen

Für den Landesvorsitzenden des Sozialverbands VdK Saarland, Armin Lang, sei das wichtige an der Aktion, dass die drei verantwortlichen Bundesministerien mit dabei sind. Gleichzeitig betonte Lang, es seien noch andere Akteure gefordert. Die Krankenkassen und die Träger müssten die Schwerpunkte setzen und Pflegedienste im Interesse der Pflegebedürftigen organisieren.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3 Rundschau vom 04.07.2018 berichtet.

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