Krankenhäuser im Saarland: Diakonisches Klinikum in Neunkirchen (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Zwei Kliniken im Saarland ausgezeichnet

  10.10.2019 | 13:43 Uhr

Die Fachabteilung Urologie am Diakonieklinikum in Neunkirchen ist als Fachzentrum für das sogenannte Blasenschmerzsyndrom zertifiziert worden. Das hat die Diakonie am Donnerstag bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde das Klinikum Saarbrücken als Kompetenzzentrum Leberchirurgie bestätigt.

Bei der Interstitiellen Zystitis (IC), dem Blasenschmerzsyndrom, handelt es sich nach Diakonie-Angaben um eine seltene, andauernde Blasenentzündung, die nicht durch Bakterien oder Viren ausgelöst wird. Diese Sonderform sei schwer zu diagnostizieren, Betroffene klagten über unklare Bauchschmerzen und unkontrollierbaren Harndrang. Durch eine gezielte Anamnese und das Zusammenspiel unterschiedlicher Fachdisziplinen sei es möglich, die Ursachen zu diagnostizieren und eine individuelle Therapie zu entwickeln, teilte die Diakonie mit. Die Zertifizierung sei bislang einzigartig in der Region. Deutschlandweit gibt es nur neun solcher Zentren.

Saarbrücker Leberzentrum gewürdigt

Das Klinikum Saarbrücken wurde unterdessen für drei Jahre als Kompetenzzentrum für Chirurgische Erkrankungen der Leber zertifiziert. Maßgeblich war für die Prüfer der Arbeitsgemeinschaft für Leber-, Galle- und Pankreaserkrankungen (CALGP) nach Klinikangaben die hohe Qualität der Patientenversorgung. Das Leberzentrum sorge für eine ganzheitliche Behandlung von Patienten mit Lebererkrankungen von der Diagnostik über die operative Therapie bis hin zur interventionellen Behandlung. Das Klinikum Saarbrücken ist eine von nur 13 Kliniken in Deutschland, die in diesem Bereich zertifiziert ist. Die Uniklinik in Homburg trägt diese Auszeichnung seit 2017.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 10.10.2019 berichtet.

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