Eine Bewohnerin ist mit ihrem Rollator auf einem Flur in einem Alten- und Pflegeheim unterwegs.  (Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner)

Pflegeheimkosten im Saarland weiter gestiegen

  27.07.2022 | 11:25 Uhr

Der Eigenanteil für Pflegeheimbewohner steigt im Saarland weiter - trotz der Kostenbremse, die seit Januar eigentlich Entlastung bringen sollte. Höhere Lebenshaltungs- und Energiekosten tragen dazu bei.

Zum 1. Juli mussten Pflegeheimbewohner ohne Zuschüsse im Saarland im ersten Jahr pro Monat 2537 Euro aus eigener Tasche zuzahlen. In einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen war das die dritthöchste Summe unter allen Bundesländern. Teurer sind nur Baden-Württemberg (2619 Euro) und Nordrhein-Westfalen (2537 Euro). Der Bundesschnitt liegt ohne Zuschüsse bei rund 2250 Euro.

In die Summen eingerechnet sind der Eigenanteil für Pflege und Betreuung, aber auch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen.

Zuschuss deckt nicht alle Kostenbereiche

Zum Jahresbeginn war eine Pflegereform in Kraft getreten. Heimbewohnerinnen und Heimbewohner bekommen neben Zahlungen der Pflegekasse einen Entlastungszuschlag, der steigt, je länger die Pflege andauert. Die Zuschüsse gibt es ausschließlich für die reinen Pflegekosten, nicht für zum Beispiel Betreuung und Unterkunft.

So erklärt der Verband der Ersatzkassen auch den Anstieg des Eigenanteils: Der sei durch gestiegene Löhne, höhere Lebenshaltungs- und Energiekosten verursacht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.07.2022 berichtet.

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