Krankenhäuser im Saarland: Winterberg Klinikum Saarbruecken (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Zusätzliche Intensivstation im Klinikum Saarbrücken

Nelly Theobald / Onlinefassung: Anne Staut   20.03.2020 | 15:50 Uhr

Das Klinikum Saarbrücken hat eine zusätzliche Intensivstation eingerichtet. Nach Angaben der Klinik gibt es nun elf weitere Beatmungsplätze. Es gehe speziell um die Behandlung von schwerem Lungenversagen aufgrund einer Corona-Infektion.

Insgesamt seien elf Zimmer eines Bereichs reaktiviert worden, der zuletzt 2012 als Intensivstation genutzt wurde. Damit und mit weiteren Aufstockungen auf den bestehenden Stationen erhöhe das Klinikum die Kapazität der Erwachsenen-Intensivbetten um rund ein Drittel.

Video [aktueller bericht, 20.03.2020, Länge: 2:58 Min.]
Weitere Intensivstation am Klinikum Saarbrücken

Das Klinikum bezeichnet das sogenannte Corona-Beatmungszentrum als präventive Maßnahme. Demnach soll es nur dann in Betrieb gehen, wenn das Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin auf dem Winterberg an seine Kapazitätsgrenze kommt.

Versorgung mit Schutzkleidung schwierig

Neben den Beatmungskapazitäten ist auch ausreichende Schutzkleidung notwendig. Deswegen bemühen sich die saarländischen Kliniken angesichts der steigenden Zahl von Corona-Patienten intensiv um Nachschub bei Schutzkleidung.

Nach Angaben der Saarländischen Krankenhausgesellschaft fehlt es zurzeit vor allem an Schutzmasken für Ärzte und Pflegekräfte. Die Versorgungslage sei äußerst angespannt. Es gebe eine Reihe von Krankenhäusern, die nur noch Vorräte für die nächsten vier bis sechs Tage hätten. Laut Krankenhausgesellschaft ist auf dem regulären Markt keine Schutzkleidung mehr zu bekommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.03.2020 berichtet.

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