Altkleidercontainer (Foto: pixabay (CC0))

Zunahme der Altkleiderspenden im Saarland

  02.09.2020 | 07:01 Uhr

Das Deutsche Rote Kreuz meldet für das erste Halbjahr eine Zunahme der Altkleiderspenden im Saarland. Bis Anfang Juli sammelte das DRK bereits zwei Tonnen an Kleidung.

Das Deutsche Rote Kreuz im Saarland sammelt pro Jahr durchschnittlich insgesamt etwa 3500 kg Kleidung ein. In diesem Jahr waren es bis Anfang Juli bereits 2000 Kilogramm Kleidung.

Für die Zunahme sorgten vor allem die Ausgangsbeschränkungen. Dadurch hätten einige Menschen mehr Zeit gehabt, ihre Kleiderschränke neu zu ordnen, teilte eine Sprecherin des DRK Saarland dem SR mit.

Der größte Teil der gesammelten Ware wird laut DRK wiederverwertet und an Second-Hand-Läden und Kleiderkammern vergeben. Ein weiterer Teil wird Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verfügung gestellt.

Zunahme der Probleme

Aufgrund der Grenzschließungen und Einfuhrbeschränkungen sind derzeit weder der osteuropäische noch der afrikanische Markt erreichbar. Das führe dazu, so das DRK, dass die Lagerkapazität nicht ausreiche. Örtliche Sammelsysteme seien überfordert, und Container könnten nicht oft genug geleert werden.

Ein weiteres Problem sei der Anteil von Restmüll und veruneinigten Alttextilien, der sich in den Containern stark erhöht habe. Gleichzeitig wurde auch eine Verschlechterung der Qualität der abgegebenen Textilien festgestellt.

Erlös fördert soziale Projekte

Im Saarland gibt es rund 1500 DRK-Sammelstellen für Altkleider. Mit dem Erlös unterstützt das Rote Kreuz Bereiche wie die Jugendarbeit, Migration, die Kleiderkammern oder auch den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz.

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