Eine Frau steht mit ihrem Pflegekind vor dem Plakat mit der Aufschrift "Pflegekinder machen dein Leben bunter". (Foto: picture alliance / Marc Tirl/dpa)

Zu wenige Pflegefamilien im Saarland

Florian Mayer   11.06.2018 | 12:03 Uhr

Im Saarland werden weitere Pflegefamilien gebraucht. Das hat eine Umfrage des Saarländischen Rundfunks unter den Jugendämtern der Landkreise ergeben. Den über 1600 Pflegekindern stehen demnach knapp 700 Pflegefamilien gegenüber.

Die meisten Pflegekinder – rund 1000 – leben demnach im Regionalverband Saarbrücken. Der Großteil davon lebt allerdings in Wohngemeinschaften oder Heimen. Nur 320 Kindern sind in einer der 200 Pflegefamilien im Regionalverband untergebracht. Ähnlich sieht die Verteilung auch in den restlichen saarländischen Landkreisen aus.

Werbekampagne für mehr Pflegefamilien

Etwas entspannt habe sich die Situation in Saarbrücken dadurch, dass mittlerweile gleichgeschlechtliche und unverheiratete Paare Pflegekinder aufnehmen dürfen, teilte der Regionalverband auf Anfrage mit. Außerdem steige auch die Zahl der sogenannten Verwandtenpflege an. Am Bedarf weiterer, neuer Pflegefamilien im Saarland ändert das allerdings nichts. Man freue sich über jede Familie, die sich als Pflegefamilie qualifizieren wolle, teilten alle Jugendämter unabhängig voneinander mit. Der Landkreis Saarlouis kündigte außerdem eine größer angelegte Werbekampagne für Pflegefamilien an.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 11.06.2018 berichtet.

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