Sichergestellter Wasserpfeifentabak (Foto: Hauptzollamt Saarbrücken)

Zoll beschlagnahmt 27 Kilo Wasserpfeifentabak

  26.07.2019 | 12:47 Uhr

Am vergangenen Dienstag hat der Zoll in einer Shisha-Bar in Saarbrücken 27 Kilo Wasserpfeifentabak sichergestellt. Wie das Hauptzollamt Saarbrücken am Freitag mitteilte, waren die Steuerzeichen an den Tabakdosen gefälscht, nicht vorhanden oder falsch angebracht.

Gegen einen 27-Jährigen wurde in der Folge ein Strafverfahren wegen Verdachts der Steuerhehlerei eingeleitet. Ihm droht möglicherweise eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Bei gewerbsmäßigem Handel kann die Freiheitsstrafe sogar bis zu zehn Jahre betragen.

Außerdem wurde gegen den Mann ein Bußgeldverfahren wegen des Verdachts der Verbrauchsteuergefährdung eingeleitet. Tabakwaren dürfen nur in geschlossenen; verkaufsfertigen Kleinverkaufspackungen verkauft werden. Ein portionsweiser Verkauf ist verboten. Hier kann eine Geldstrafe von 5000 Euro drohen.

Kein Einzelfall

Bei dem Vorfall in Saarbrücken handelt es sich nicht um einen Einzelfall. In den letzten Monaten hat der Zoll Saarbrücken 320 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt, weil die Shisha-Bar-Betreiber sich nicht an die Vorgaben des Steuerrechts gehalten haben.

Wasserpfeifentabak unterliegt in Deutschland der Tabaksteuer. Die Steuerzeichen an den Verpackungen weisen nach, dass die Steuer bezahlt wurde. Wasserpfeifentabak ohne oder mit verletztem Steuerzeichen darf nicht verkauft werden.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "UNSERDING Mittag" vom 26.07.2019 berichtet.