Zollbeamte (Foto: picture alliance / Mohssen Assanimoghaddam/dpa | Mohssen Assanimoghaddam)

Großeinsatz gegen Schleuser-Kriminalität mit Saarbrücker Zoll

  26.01.2022 | 13:40 Uhr

Einsatzkräfte haben am Mittwochmorgen unter Beteiligung des Hauptzollamtes Saarbrücken in fünf Bundesländern einen Großeinsatz gegen Schleuser-Kriminalität durchgeführt. Eine Bande soll osteuropäische Arbeitskräfte illegal angeworben und eingeschleust haben. Die meisten Untersuchungen gab es in Rheinland-Pfalz.

Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Hauptzollamtes Saarbrücken im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern haben im Bereich der Schleuserkriminalität über 60 Objekte in Kaiserslautern, Pirmasens, Bad Dürkheim, Rheinstetten und Frankfurt durchsucht.

Ein 48-jähriger Deutscher aus der Südpfalz steht im Verdacht, als Kopf einer Tätergruppierung mit seiner Personalvermittlungsfirma über 300 Männer und Frauen aus Nicht-EU-Staaten angeworben und mit falschen europäischen Ausweisdokumenten ausgestattet nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Ermittlungsverfahren gegen 17 Beschuldigte

Die Geschleusten seien in Deutschland als Leiharbeiter an Firmen unterschiedlichster personalintensiver Branchen, etwa der Logistik und Abfallwirtschaft, weitervermittelt worden, so der Vorwurf. Insgesamt gebe es gegen 17 Beschuldigte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, der Urkundenfälschung, des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie der Steuerhinterziehung, teilte der Zoll mit.

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