Nahaufnahme von einem Richterhammer  (Foto: IMAGO / U. J. Alexander)

Zeugen belasten mutmaßlichen Islamisten aus dem Saarland

mit Informationen von Gabor Filipp   14.09.2022 | 18:28 Uhr

In dem Prozess gegen einen mutmaßlichen saarländischen Islamisten, der eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet haben soll, hat das Landgericht Saarbrücken am Mittwoch weitere Zeugen in Frankreich vernommen – per Video-Schalte. Dabei ging es um den französischen Ermittlungsstand gegen den Angeklagten und seine Ehefrau.

Der mutmaßliche Islamist aus dem Saarland soll die Absicht gehabt haben, sich im Jahr 2021 bzw. 2022 dem bewaffneten Kampf des Islamischen Staates anzuschließen. In dem Prozess gegen den Mann und seine Ehefrau wurden am Mittwoch weitere Zeugen in Frankreich vernommen, die über den Ermittlungsstand der französischen Behörden berichteten.

Video [aktueller bericht, 14.09.2022, Länge: 2:32 Min.]
Verdeckte Ermittlerin sagt in Islamisten-Prozess aus

Anti-Terror-Anwalt im Gespräch

Über drei Stunden lang war dem Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken ein Anti-Terror-Staatsanwalt zugeschaltet. Auch eine verdeckte Ermittlerin wurde vernommen. Die Aussagen: Der französische Inlandsgeheimdienst sei auf das in der islamistischen Ideologie verankerte Paar aufmerksam geworden. Außerdem habe er Indizien gefunden, die für die dschihadistische Zugehörigkeit der beiden sprach.

Auch für die Absicht, damals nach Mali gereist zu sein, um sich dort einem IS-Ableger anzuschließen, habe der Geheimdienst Indizien ausgemacht. Daraufhin sei dann die verdeckte Ermittlerin beauftragt worden.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Sein Verteidiger stellt außerdem infrage, dass die Interpretation der Zeugenaussagen zulässig ist.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.09.2022 berichtet.

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