Wecker (Foto: pixabay/obpia30)

Es wird wieder an der Uhr gedreht

  27.03.2021 | 10:25 Uhr

In der Nacht zum Sonntag wird die Uhr auf Sommerzeit gestellt – von 02.00 Uhr auf 03.00 Uhr. Viele Menschen in Deutschland wünschen sich ein Ende der Zeitumstellung. Doch das ist erstmal nicht in Sicht.

Die EU-Kommission hatte bereits 2018 das Ende der Zeitumstellung vorgeschlagen. Das EU-Parlament hatte dem Entwurf 2019 zugestimmt. Jetzt liegt der Ball bei den Mitgliedstaaten. Sie müssen sich auch entscheiden, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit haben wollen. Die Menschen in Deutschland haben dazu eine klare Präferenz: Laut diverser Umfragen spricht sich eine Mehrheit für eine dauerhafte Sommerzeit aus. Dann wäre es im Winter abends länger hell.

Entscheidung lässt weiter auf sich warten

Ob die Zeitumstellung doch noch abgeschafft wird, ist derzeit unklar. Ein Sprecher der EU-Kommission machte vergangene Woche wenig Hoffnung: „Die Uhr hat sich nicht vorwärts bewegt, um die Zeit zu ändern“", sagte er.

Tatsächlich lässt die erforderliche Abstimmung unter den Mitgliedsstaaten weiter auf sich warten. Zudem kristallisierte sich im Laufe der Debatten heraus, dass manche EU-Staaten wie Portugal grundsätzlich gegen das Ende der Zeitumstellung sind. Und Portugal übernimmt als nächstes Land den EU-Ratsvorsitz - unwahrscheinlich also, dass der Streit dann gelöst wird. Ohne Einigung aber kann das ganze Vorhaben scheitern.

Energieersparnis umstritten

Die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 eingeführt - und zwar aus Gründen der Energieeinsparung. Dahinter steckte die Überlegung, dass weniger Beleuchtung und damit weniger Strom verbraucht werden, wenn sich der Tag um eine Stunde nach vorn "verschiebt". Kritiker führen aber seit jeher ins Feld, dass die Zeitumstellung ihren ursprünglichen Zweck nicht erfüllt. Energiespareffekte seien kaum nachweisbar.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja